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Pressespiegel
Südwest-Presse Ulm
Erscheinungsdatum: 16.06.2010
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Tannenhof im Fußball-Fieber
Wiblingen.
Deutschland ist wieder im Fußball-Fieber. Da liegt
der Tannenhof mit seinem integrativen Fußballturnier am Wochenende
genau im Strom der Stimmung. Zum 18. Mal veranstaltet das
Organisationsteam der Behinderteneinrichtung nun schon seinen
sportlichen Wettkampf, bei dem gemischte Teams aus Menschen mit und
ohne Behinderung gegeneinander antreten. 22 Mannschaften aus ganz
Deutschland haben sich dazu angemeldet. Die meisten übernachten am
Zeltplatzgelände direkt beim Tannenhof. Wegen der Fußball-WM wird
heuer auf das übliche musikalische Rahmenprogramm verzichtet, statt
dessen gibt es eine Großleinwand, auf der alle WM-Spiele live
gezeigt werden. Die Verpflegung bleibt aber gewohnt vielfältig.
Gäste sind zum Anfeuern und Public-Viewing willkommen: Anpfiff ist
jeweils um 9 Uhr, Spielende am Samstag um 18 Uhr, am Sonntag 15 Uhr.
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Südwest-Presse Ulm
Erscheinungsdatum: 22.06.2010
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Fußball im Schlamm
Anders als bei der WM in Südafrika sind die
Schiedsrichter des 18. Integrativen Fußballturniers ohne gelbe und
rote Karten ausgekommen. Gut 200 Fußballer mit und ohne Behinderung
hatten sich am Wochenende im Wiblinger Tannenhof getroffen um bei
Dauerregen um den Sieg zu spielen. Um in den Spielpausen nicht
davongeschwemmt zu werden, zogen sich die Teams aus Bayern, der Pfalz
und von der Alb zeitweise in die Cafeteria des Tannenhofs zurück. Dort
verfolgten sie die Spiele der Profis in Südafrika. Am genauesten
hingesehen hatten offenbar die Sportfreunde Sendling aus München und
die Filstal Soccers der Lebenshilfe Göppingen. Sie gewannen in den
jeweiligen Kategorien (unterteilt nach dem Grad des Handicaps) die
Titel des Turniers.
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Südwest-Presse Ulm
Erscheinungsdatum: 28.04.2010
Ulm. Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. Und er
bringt Menschen zusammen - wie beim internationalen integrativen
Fußballturnier.
"Elf Freunde müsst ihr sein" - dieser Spruch von Sepp Herberger
steht für Fußball. Beim 18. internationalen integrativen
Fußballturnier (IIFT) am 19. und 20. Juni aber reichen sechs
Freunde aus, denn es wird als Kleinfeldturnier ausgerichtet. Die
Teams sind "komplett integrativ: Männlein und Weiblein,
Behinderte und Nichtbehinderte", sagt Richard Windirsch, der
1993 die Erstauflage des Turniers für den Club Körperbehinderter
und ihrer Freunde gestemmt hat und als Helfer immer noch aktiv
ist. Die Organisation liegt inzwischen beim Tannenhof. Die
Premiere war auf dem normalen Fußballfeld, aber weil auch
Rollstuhlfahrer mitspielen, die geschoben werden, war das
einfach zu viel. Da "hatten die Zivis mal richtig Arbeit",
erinnert sich der 55-Jährige. Seither wird auf Kleinfeld
gespielt.
Im Vorfeld des Turniers 2010 hatte es einige Holperer
gegeben. Die Ursache waren Unklarheiten bei den hauptamtlichen
Organisatoren. Aber die sind bereinigt, nun heißt es frei nach
Lothar Matthäus: "Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den
Kopf stecken."
Begonnen hat das IIFT mit sieben Mannschaften. Zu den
stärksten Zeiten waren 28 Teams dabei aus dem gesamten
Bundesgebiet, Österreich, Italien und der Schweiz. Heuer werden
es 24 Mannschaften sein, schätzt Windirsch. Fix ist das noch
nicht, aber schon Frank Möbus sagte: "Grau is alle Theorie,
maßgebend is auffen Platz."
2010 wird der Walter-Vollweiler-Pokal zum fünften Mal
verliehen, den die Stadt Ulm und der SSV stiften. "Die Trophäe
ist ein Zeichen für Verständnis und Toleranz", erklärt Windirsch.
Vollweiler war in den 30er Jahren ein Ulmer Fußballidol, der
wegen seiner jüdischen Abstammung in die USA emigrierte.
"Bei uns gibt es null Ressentiments", erzählt Windirsch von
der ungewöhnlichen und Menschen verbindenen Atmosphäre des
Turniers. "Einmal hat einer auf Krücken mitgespielt, weil er nur
ein Bein hatte - der Mann war ein super Fußballer." So gilt
Beckenbauers Motto für den 19. und 20. Juni: "Es gibt nur eine
Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."
Bericht im
Gästebuch www.iift.de : 20.04.2010
Hallo liebe Tannenhofleitung samt Team und liebe ehrenamtliche
Organisatoren und Helfer,
euer Ulmer Fußballturnier ist hier in Nürnberg mittlerweile zu
einer Vorzeigeveranstaltung für Integration geworden. Das Konzept
ist schlüssig und gerade für unseren behinderten Teilnehmer auch
finanzierbar. Dabei war das Flair, die Gemeinsamkeit und die gute
Stimmung das tragende Moment. Gerade vielen unbedarften
nichtbehinderten Fußballern hat es zu einstellungsverändernden
Erlebnissen verholfen. Unseren Teilnehmern und auch den
behinderten Gastgebern vom Tannenhof hat es offensichtlich sehr
viel Spaß geamacht und es haben sich freundschaftliche Beziehung,
sicher nicht nur bis nach Nürnberg entwickelt. Umso
unbegreiflicher ist es für uns, dass eine integrative
Veranstaltung mit so großer positiver Resonanz und Tragweite
plötzlich gestrichen werden soll. Das Wiblinger Turnier hat, was
integrative Idee und inklusiven Ansatz betrifft sicher eine
Vorreiterrolle inne. Aber auch Zuverlässigkeit, Programmangebot
und Qualität des Turnierablaufes war herzlich und gleichzeitig
bestechend in ihrer Proffessionalität. Seit Jahren freut sich eine
ganze, in jeglicher Hinsicht gemischte Manschaft auf ihr
Highlight, die es sonst so nicht gäbe. Gerade nach dem letzten
Turnier ist die Anmeldezahl wieder nach oben geschnellt und es
wird eifrig trainiert, wohlgemerkt integrativ, wie das Turnier
selbst. Die Enttäuschung über den Ausfall wird sehr groß sein und
ich kann nur hoffen, dass es nur einmalig war, oder vielleicht
doch noch stattfindet. Unsere iift-Fussballer würden sich sehr
freuen und gerne wieder nach Ulm in den Tannenhof reisen.
Mit sportlichen Grüßen,
Reinhold Stubenrauch
Einrichtungsleiter und Geschäftsführer der Begegnungstätte für
behinderte und nichtbehinderte Menschen der Lebenshilfe und der
Stadt Nürnberg
17. Internationales Integratives Fußballturnier
Am Tannenhof in Wiblingen dreht sich am Samstag, 20. Juni, und
Sonntag, 21. Juni, wieder alles um das Runde, das ins Eckige muss.
Zur 17. Auflage des Internationalen Integrativen Fußballturniers (IIFT)
haben sich 21 Mannschaften aus ganz Süddeutschland angemeldet. Das
Turnier wird in zwei Kategorien ausgetragen, die den Grad des
Handicaps der beteiligten Kicker berücksichtigen.
Südwest Presse
Erscheinungsdatum: 27.06.2007

Südwest Presse
Erscheinungsdatum: 18.06.2007
INTEGRATION
Ein besonderes Fußballturnier
Bereits
zum 15. Mal findet am kommenden Wochenende vom 22. bis 24. Juni am
Tannenhof in Wiblingen das Internationale Integrative Fußballturnier
statt. Waren es am Anfang sieben Mannschaften, die dabei waren, sind es
inzwischen bis zu 30 Teams aus Deutschland, Italien, Österreich oder der
Schweiz, die in gemischten Mannschaften, bestehend aus Behinderten und
ihren Betreuern, gegeneinander antreten. Da spielen dann zum Beispiel die
Rollmöbse Kempten gegen die Rasenteufel. Los gehts am Samstag und Sonntag
jeweils um 9.30 Uhr. Doch auch für Abendunterhaltung ist gesorgt. Am
morgigen Freitag soll zu "Mikes Discofever" von 19 Uhr an getanzt und
gerollt werden können, und am Samstag gibt es ebenfalls von 19 Uhr an
Livemusik der härteren Gangart von der Rockband "Wirtnix" zu hören.
Schwäbische
Zeitung/Laupheim
Erscheinungsdatum: 20.06.2007

Südwest Presse
Erscheinungsdatum: 30.06.06
TANNENHOF / Integratives Turnier mit 29 Mannschaften
Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam am Ball

Im Moment dreht sich alles um Fußball - auch im Tannenhof in Wiblingen.
Zum 14. Mal richtete die Ulmer Einrichtung für geistig und mehrfach
behinderte Menschen ihr integratives Fußballturnier aus. Dabei handelt es
sich um kein gewöhnliches Fußballturnier. Die Besonderheit liegt darin,
dass Menschen mit und ohne Behinderung zusammen in einem Team spielen. 29
Meldungen gingen ein. Einige Mannschaften machten sich für den Wettkampf
extra aus Thüringen und der Pfalz auf den Weg. Sieger der Veranstaltung
wurden die Sportfreunde München-Sendling, die im Finale die Sunset Devils
aus dem thüringischen Altengesees mit 1:0 besiegten. Nach dem Turnier
wurde erstmals der Walter-Vollweiler-Pokal verliehen.
Sozialbürgermeisterin Sabine Mayer-Dölle überreichte ihn, zusammen mit
Katja Adler, der Präsidentin des SSV Ulm 1846, als besondere Auszeichnung
an das Team Christopherushof 09, ebenfalls aus Altengesees. "Mit diesem
Pokal sollen die besondere Umsetzung des Integrationsgedankens, der
Einsatz der ehrenamtlichen Unterstützer und das sportlich faire Verhalten
dieser Mannschaft ausgezeichnet werden", sagte Peter Trefzger vom
Tannenhof Ulm, stellvertretend für die Jury.
Südwest Presse
Erscheinungsdatum: 20.06.06

Neu-Ulmer Zeitung
Erscheinungsdatum: 19.06.2006

Südwest Presse
Erscheinungsdatum: Freitag,
18.06.2004

Südwest Presse
Erscheinungsdatum: Mittwoch 02.07.2003
INTEGRATION
Fussball wird zum Bindeglied
NIC
40
Helfer, 26 Mannschaften, 122 Spiele, 300 behinderte und nichtbehinderte,
weibliche und männliche, junge und alte Teilnehmer: das internationale
integrative Fussballturnier in Zahlen. Zum elften Mal veranstaltete der
Tannenhof Ulm in Wiblingen am Wochenende das Turnier, für das Teams aus
Pirmasens, Nürnberg oder Kempten anreisten. In der stärkeren Kategorie "Allstars"
ließ der SF München Sendling die Konkurrenz hinter sich. Auf Platz 1 in der
Kategorie "Bravehearts" landeten die Bunis Nürnberg. Die Rollmöbse Kempten,
die im Rollstuhl spielen, sicherten sich Platz 7. Schlusslicht ist das
Gastgeberteam FC Tannenhof auf Platz 16. "Macht nichts", kommentierte
Mitorganisator Klaus Schneele. "Sport ist Bindeglied zwischen Behinderten
und Nichtbehinderten. Nicht der Sieg, das Spektakel zählt."
Schwäbische Zeitung
Erscheinungsdatum: Dienstag, 01.7.2003

Schwäbische Zeitung
Erscheinungsdatum: Dienstag, 11.06.2002

Neu-Ulmer Zeitung
Erscheinungsdatum: Samstag 11.05.2002

Südwest Presse
Erscheinungsdatum: Dienstag 07.05.2002
WIBLINGEN /
Integratives Fußballturnier im Tannenhof
Spaß am Kicken
Mit einem großen Turnier feiern behinderte und
nichtbehinderte Kicker vom 7. bis 9. Juni im Wiblinger Tannenhof ein
großes Fußballfest. 30 Mannschaften treten an.
CHRISTOPH MAYER
Während in Japan und Südkorea zur gleichen Zeit
verbissen um die Fußballweltmeisterschaft gekämpft wird, stehen im
Wiblinger Tannenhof die Freude am Spiel und der integrative Gedanke des
Sports im Vordergrund. Vom 7. bis zum 9. Juni geht auf den Rasenplätzen
des LWV-Heims das 10. Internationale Integrative Fußballturnier (IIFT)
über die Bühne. 30 Mannschaften - so viele wie nie zuvor - treten an.
"Das Turnier ist eine Chance zur Annäherung von behinderten und
nichtbehinderten Menschen, wie sie unter den Turnierteilnehmern schon
lange selbstverständlich ist", sagt Carola Langlotz-Brunner, fachliche
Leiterin des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV). "Ich erhoffe mir für das
Jubiläumsturnier eine große Öffentlichkeit."
Wie in jedem Jahr beginnt das Fußballfest am Freitagabend mit einer
Hockete, Live-Musik und einem Discoabend. Im Turnier spielen von
Samstagvormittag an die Teams in zwei Leistungskategorien. Die Endspiele
steigen dann am Sonntagnachmittag.
Finanziert wird das Turnier, das etwa 7000 Euro kostet, von Sponsoren und
durch Spenden. Erwartet werden fast 400 behinderte und nichtbehinderte
Sportler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Teams kämpfen um
insgesamt zwölf Pokale. Der Eintritt ist frei.
Schwäbische Zeitung 26.06.2001
22 Teams beim Integrativen Fußball-Turnier
Trotzdem das neunte internationale Integrative Fußballturnier für Behinderte und
Nichtbehinderte in diesem Jahr nur an einem Tag, statt bislang an zwei Tagen, stattfand,
traf sich die stolze Zahl von 22 Mannschaften auf der Bezirkssportanlage in Ulm-Wiblingen.
Das Turnier wurde deshalb gestrafft, weil die Behinderten, welche zu dem Turnier
anreisten, nicht wie gewohnt im Tannenhof-Heim untergebracht werden konnten. Peter
Trefzger, hier am Schuss, Organisator des Turniers: Ich hatte nur mit zwölf
Mannschaften gerechnet, dass es 22 wurden ist Wahnsinn. Vor allem wenn man bedenkt, dass
Teams dabei waren, die eine ziemlich lange Anreise hatten." Gewonnen hat in diesem
Jahr übrigens der FC Urwald Staig, der sich im Finale gegen Torpedo Officio Ulm (Sozial-
und Jugendamt) durchsetzte. Auf den dritten Platz kam der FC Möwe aus Österreich.
Vierter wurde Titelverteidiger FC München-Sendling.
Schwäbische Zeitung 24.06.2000
Ein Turnier mit Behinderten
und Beamten
ULM - Das Turnier hat Tradition,
das schöne Wetter auch. Der Veranstaltungsort nicht. Das neunte Internationale
integrative Fußball Turnier fand erstmals auf der Bezirkssport-Anlage in Wiblingen statt.
Von unserem Mitarbeiter
Christian A. Koutecky
Normalerweise
ist der Sportplatz des Behindertenheims Tannenhof Schauplatz eines Turniers, indem
Behinderte mit Nicht--Behinderten kicken. Aber der Tannenplatz-Rasen war nicht bespielbar.
Für das Organisations-Team eine zusätzliche Herausforderung sowohl auf dem Tannenhof,
als auch auf der Bezirkssport-Anlage musste die Verpflegung sicher gestellt werden.
Außerdem musste der Transport der behinderten Sportler zwischen beiden Orten organisiert
werden.
Eine Herausforderung, die unter der Leitung von Peter Trefzger und Richard Windirsch unter
großem Stress, aber souverän bewältigt wurde. So konnten sich die Teilnehmer der 24
Mannschaften voll auf ihre Leidenschaft konzentrieren: Fußball.
Wobei es nicht alleine um den sportlichen Erfolg ging - wichtig war das Miteinander von
Behinderten und Nicht-Behinderten, von Frauen und Männern, von Beamten und Nicht-Beamten.
So fand auch wieder eine Mannschaft des Sozial- und Jugendamts ihren Platz auf dem
Sportplatz.
Aber im Gegensatz zu den vergangenen beiden Jahren konnten sich die Bediensteten der Stadt
Ulm nicht ganz vorne platzieren. "Weil die Sessel im Amt immer bequemer werden', wie
Trefzger durch die Lautsprecher der Sportanlage analysierte und damit für die Belustigung
der Teilnehmer sorgte.
Dieses Jahr kickten die Sport Freunde aus Sendling am erfolgreichsten. Auf Platz zwei
kamen die Brügg'nbauer aus Nürnberg, die den FC Möwe aus Dornbirn/Österreich auf den
dritten Rang verwiesen. Das erfolgreichste Team aus Ulm war die Mannschaft Cafe Regenbogen
oFamK (ohne Freunde aber mit Kindern) als Vierter. Aus der Regenbogen oFamK-Mannschaft
ragte die achtjährige Johanna Nüsseler heraus, die immer wieder durch den gegnerischen
Strafraum wirbelte - aber leider ohne Torerfolg blieb.
Einen Kontrast der besonderen Art konnte man bewundern, als auf der Bezirkssport-Anlage
parallel das integrative Turnier und das A-Jugend DFB-Pokal-Spiel zwischen dem SSV Ulm 46
und dem Karlsruher SC ausgetragen wurden. Auf der einen Seite Amateure, wie sie reiner
nicht sein könnten - auf der anderen Sportler, die sich in der Hoffnung auf einen Vertrag
bei einem Profi-Verein ins Zeug legten. Aber eines steht fest: Es war beides Mal Fußball.
Schwäbische Zeitung 23.06.1999
Feiern und kicken machte "hundemüde
und sehr zufrieden"
Ulm - Auf dem Sportgelände des
Wiblinger Tannenhofes fand am Wochenende das siebte Internationale Integrative
Fußballturnier (IIFT) statt. Sieger wurde das Team des Sozial-und Jugendamtes Ulm vor dem
Ulmer Club für körperbehinderte und ihre freunde (Club).
Von unserem Mitarbeiter Christian
A. Koutecky
Die siebte Auflage des IIFT warf für die Organisatoren Peter Trefzger
und Richard Windirsch eine Herausforderung: Neben der Organisation des Turniers mußten
330 behinderte und nicht behinderte Teilnehmer verpflegt, unterhalten und in Zelten
untergebracht werden. Trefzger, und Windirsch mußten auf viele freiwillige Helfer
verzichten, weil der bisher mitvera-nstaltende Club sich nicht mehr an der Organisation
beteiligte.
Dabei sind die ehrenamtlichen Helfer für das Turnier von großer Bedeutung, Trefzger:
"Die Hilfe durch den Tannenhof war wesentlich für das Gelingen. Die Küche hat 220
Leute versorgt, die hier übernachtet haben. Das war toll. ich möchte mich noch einmal
bei allen bedanken, die uns unterstützt haben, ob finanziell, durch ihre Mitarbeit oder
durch die Teilnahme am Turnier." Am Ende des IIFT waren Windirsch und Trefzger
"hundemüde und sehr zufrieden."
Für die meisten Spieler galt das olympische Ideal "dabei sein ist alles."
Trefzger: "Der integrative Charakter steht zwar im Vordergrund. Viele machen wegen
des Unterhaltungsangebots mit. Man darf aber nicht glauben, daß der Sport unwichtig
ist."
Freitag war Anreisetag. Mannschaften aus Deutschland und Österreich hatten gemeldet.
Namen wie FC Urwald, Allemania Plattfuß 98 oder Puma-Ladies gaben einen ersten Fingerzeig
auf das, was im Vordergrund stand: Gaudi. Abends war "Disco-Fever mit Michael"
angesagt. Liedermacher Reinhold Stubenrauch aus Nürnberg trat auf. Die Stimmung: klasse.
Der Abend ging zu Ende. Die Stimmung war immer noch klasse. Was sollte noch schiefgehen?
Am Samstag, 9 Uhr, begann das Turnier. Häufig war der sportliche Unterschied zwischen den
Kontrahenten extrem. Die überlegenen Teams ließen es, nachdem der Sieg sichergestellt
war ruhig angehen. Man wollte Spaß haben, der Gegner sollte nicht gedemütigt werden.
Trefzger: "Wenn das Sozial- und Jugendamt und der Club durchgezogen hätten, wären
einige Spiele viel zu hoch ausgegangen." Einzige Ausnahme: die SF Sendling aus
München, gegen die wegen ihrer rüden Spielweise ein offizieller Protest eingelegt wurde.
Nach Beendigung der Vor- und Zwischenrunde war wieder Unterhaltung angesagt. Die einen
hörten sich ein Konzert der Blues-Band "Caro", andere machten Ulm unsicher und
wiederum andere saßen in einer Ecke und spielten Karten.
Am Sonntag morgen blickten viele Teilnehmer durch ihre schwarzen Augenringe hindurch auf
das Spielfeld und den schwarzweißen Ball. Die Plazierungsspiele standen an. Schließlich
kam es zum Finale zwischen dem Sozial- und Jugendamt und dem Club. Der öffentliche Dienst
behielt mit 6:3 die Oberhand und holte sich verdient den Turniersieg. Der dritte Platz
ging an die OBA Angels aus München.
Schwäbische Zeitung 23.06.1998

Der Spaß am Spiel stand für alle an erster
Stelle
WIBLINGEN -"Rudi, Rudi", feuern sie vom Spielfeldrand
aus an. An anderer Stelle schwappt die "La-ola"Welle zwar nur knapp sechs Meter weit, aber immerhin. Beim integrativen Fußballturnier in Wiblingen stand der
Spaß an erster Stelle.
Von unserem Redakteur
Walter Fritsche24 Mannschaften aus
dem ganzen süddeutschen Raum waren im Tannenhof in Wiblingen dabei. "Wir könnten
locker 40 Mannschaften haben", meint Richard Windirsch vom "Club
Körperbehinderte und ihre Freunde", .die zusammen mit dem Tannenhof bereits zum
sechsten Mal zu diesem Turnier eingeladen hatten, Werdas Geschehen verfolgt hat, bekam das
Ziel der Veranstaltung, nämlich die Begegnung von behinderten und nichtbehinderten
Menschen zu fördern, hautnah vor Augen geführt.
Nicht nur das runde Leder rollte. Auch rund um die zwei Kleinfelder war einiges los. Ob
Disco am Freitagabend, oder Live-Musik mit "Shokee & Sands" am Samstag, alle
hatten ihren Spaß. Auch auf die Fußball-WM brauchte nicht verzichtet zu werden, die
Spiele gab es auf Großleinwand. Und auch das Übernachten war dank des herrlichen Wetters
in der imposanten Zeltstadt kein Problem.
"Männlein, Weiblein, Behinderte und Nichtbehinderte spielen hier mit", erklärt
Richard Windirsch, "alle, die Spaß am Fußball haben ohne ansehen der Person".
Die Schiedsrichtergruppe Ulm/Neu-Ulm stellte die Unparteiischen, die zwar ihre Gelben und
Roten Karten "aus Gewohnheit" dabeihatten, sie aber hübsch stecken ließen.
"Die brauchen wir hier nicht", meinte Schiri Wilfried Füllert.
Den Turniersieg errungen hat das Sozial- und Jugendamt Ulm mit einem 4:1 im Finale gegen
den SC Urwald, eine Schülergruppe aus Staig. Dritter wurde die AWG Heggbach, die das
"Kleine Finale" gegen die WfB Jungingen 3:0 für sich entschied.
Letztlich war die Entscheidung über Sieg und Niederlage nicht vorrangig. Peter Trefzger,
Sozialarbeiter am Tannenhof und nebenher Trainer des Bezirksliga-Absteigers ESC Ulm,
weiß, wie unheimlich wichtig solche Veranstaltungen für die Behinderten sind, wie die
sich freuen können über Tore, über das Spiel, über den Spaß. "Die Freude dieser
Menschen zu sehen", meint Trefzger gibt mir mehr als alles andere auf dieser
Welt". Das nächste Turnier ist in Planung.
Schwäbische Zeitung 10.06.1997

Tannenhof - Kick mit 20 Mannschaften
Die Idee ist nicht taufrisch: Zum fünften Male
bereits trafen sich am Wochenende auf dem Sportgelände des Behindertenheims Tannenhof in
Wiblingen annähernd 300 behinderte und nichtbehinderte Sportler, um bei einem
integrativen Fußballturnier in 20 Mannschaften gegeneinander anzutreten. Seine
Kick-Stiefel schnürte auch OB ivo Gönner, der vor allem Qualitäten in der Deckung
offenbarte.
Südwestpresse Ulm 19.06.1995
Tore zählen dreifach
Behinderte und Nicht-Behinderte in einer
Mannschaft
von unserem Redaktionsmitgiled Helmut
Schneider
"Da geht es richtig zur Sache, rauf und runter
wie bei einem normalen Fußballspiel", beschreibt Klaus Schneele das Gerümpelturnier
der besonderen Art, das jetzt schon zum dritten Mal in Wiblingen stattfand.- Beim
"Integrativen Fußball-Turnier" spielen Behinderte und Nicht-Behinderte zusammen
in einer Mannschaft. Die Begeisterung und der Einsatz waren groß. Gewonnen hat ein
Münchner Team, die Titelverteidiger vom Club Körperbehinderter aus Ulm landeten
dieses Mal nicht unter den ersten drei.
17
Mannschaften aus ganz Süddeutschland waren wieder nach Wiblingen gekommen. Wegen des
schlechten Wetters fand der sportliche Teil der Veranstaltung in der Halle am Tannenplatz
statt. Dort ermittelten die schätzungsweise 150 Kicker am Samstag die Siegermannschaft.
Während in den beiden Jahren zuvor die Nicht-Behinderten unter den fünf Feldspielern
meist in der Minderheit waren, stellten sie jetzt in der Regel die Mehrzahl in der
Mannschaft - Zeichen dafür, daß die Wiblinger Veranstaltung sich wachsender Beliebtheit
bei den Behinderten erfreut.
Eine Besonderheit wies das Reglement auf: Das Tor eines Gehbehinderten wurde gleich
dreifach gewertet. Ein solcher Treffer war in der zwölIfminütigen Spielzeit kaum mehr
aufzuholen. Auch nicht gegen eine Mannschaft, in deren Tor - wie gehabt - ein
Rollstuhlfahrer stand , will sagen: saß. Mitorganisator Scheele über den integrativen
Kick:
"Sie sollten sehen, mit welcher Begeisterung die Spieler hier zugange sind."
Außer den Betreuern und Angehörigen der Behinderten wurden allerdings nur ganz wenige
Wiblinger Zeuge dieser sportlichen Anstrengungen. Daß die Einheimischen so gar keine
Notiz von Ereignis nehmen wollten, war Schneele der einzige Minuspunkt an dieser
Veranstaltung, bei welchem eine Handvoll Ulmer Mannschaften mit am Start war.
Behinderte und Nicht-Behinderte kamen sich aber auch außerhalb des Spielfeldes näher. Am
Freitag abend stieg im Tannenhof eine Fete, bei welcher der Ulmer Liedermacher Walter
Spira auftrat. Und nach der Siegerehrung am Samstagabend sorgten die "Crazy
Girls" aus Regglisweiler bei der Disco für eine Super-Stimmung. Bei soviel
Begeisterung ist klar: Das "Integrative Fußball-Turnier" auf dem Tannenhof soll
auch in den nächsten Jahren stattfinden.
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