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Südwest-Presse Ulm
Erscheinungsdatum: 16.06.2010
 

Tannenhof im Fußball-Fieber

Wiblingen. 

Deutschland ist wieder im Fußball-Fieber. Da liegt der Tannenhof mit seinem integrativen Fußballturnier am Wochenende genau im Strom der Stimmung. Zum 18. Mal veranstaltet das Organisationsteam der Behinderteneinrichtung nun schon seinen sportlichen Wettkampf, bei dem gemischte Teams aus Menschen mit und ohne Behinderung gegeneinander antreten. 22 Mannschaften aus ganz Deutschland haben sich dazu angemeldet. Die meisten übernachten am Zeltplatzgelände direkt beim Tannenhof. Wegen der Fußball-WM wird heuer auf das übliche musikalische Rahmenprogramm verzichtet, statt dessen gibt es eine Großleinwand, auf der alle WM-Spiele live gezeigt werden. Die Verpflegung bleibt aber gewohnt vielfältig. Gäste sind zum Anfeuern und Public-Viewing willkommen: Anpfiff ist jeweils um 9 Uhr, Spielende am Samstag um 18 Uhr, am Sonntag 15 Uhr.

Südwest-Presse Ulm
Erscheinungsdatum: 22.06.2010

Fußball im Schlamm

Anders als bei der WM in Südafrika sind die Schiedsrichter des 18. Integrativen Fußballturniers ohne gelbe und rote Karten ausgekommen. Gut 200 Fußballer mit und ohne Behinderung hatten sich am Wochenende im Wiblinger Tannenhof getroffen um bei Dauerregen um den Sieg zu spielen. Um in den Spielpausen nicht davongeschwemmt zu werden, zogen sich die Teams aus Bayern, der Pfalz und von der Alb zeitweise in die Cafeteria des Tannenhofs zurück. Dort verfolgten sie die Spiele der Profis in Südafrika. Am genauesten hingesehen hatten offenbar die Sportfreunde Sendling aus München und die Filstal Soccers der Lebenshilfe Göppingen. Sie gewannen in den jeweiligen Kategorien (unterteilt nach dem Grad des Handicaps) die Titel des Turniers.

 


Südwest-Presse Ulm
Erscheinungsdatum: 28.04.2010

Ulm.  Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. Und er bringt Menschen zusammen - wie beim internationalen integrativen Fußballturnier.
"Elf Freunde müsst ihr sein" - dieser Spruch von Sepp Herberger steht für Fußball. Beim 18. internationalen integrativen Fußballturnier (IIFT) am 19. und 20. Juni aber reichen sechs Freunde aus, denn es wird als Kleinfeldturnier ausgerichtet. Die Teams sind "komplett integrativ: Männlein und Weiblein, Behinderte und Nichtbehinderte", sagt Richard Windirsch, der 1993 die Erstauflage des Turniers für den Club Körperbehinderter und ihrer Freunde gestemmt hat und als Helfer immer noch aktiv ist. Die Organisation liegt inzwischen beim Tannenhof.

Die Premiere war auf dem normalen Fußballfeld, aber weil auch Rollstuhlfahrer mitspielen, die geschoben werden, war das einfach zu viel. Da "hatten die Zivis mal richtig Arbeit", erinnert sich der 55-Jährige. Seither wird auf Kleinfeld gespielt.

Im Vorfeld des Turniers 2010 hatte es einige Holperer gegeben. Die Ursache waren Unklarheiten bei den hauptamtlichen Organisatoren. Aber die sind bereinigt, nun heißt es frei nach Lothar Matthäus: "Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken."

Begonnen hat das IIFT mit sieben Mannschaften. Zu den stärksten Zeiten waren 28 Teams dabei aus dem gesamten Bundesgebiet, Österreich, Italien und der Schweiz. Heuer werden es 24 Mannschaften sein, schätzt Windirsch. Fix ist das noch nicht, aber schon Frank Möbus sagte: "Grau is alle Theorie, maßgebend is auffen Platz."

2010 wird der Walter-Vollweiler-Pokal zum fünften Mal verliehen, den die Stadt Ulm und der SSV stiften. "Die Trophäe ist ein Zeichen für Verständnis und Toleranz", erklärt Windirsch. Vollweiler war in den 30er Jahren ein Ulmer Fußballidol, der wegen seiner jüdischen Abstammung in die USA emigrierte.

"Bei uns gibt es null Ressentiments", erzählt Windirsch von der ungewöhnlichen und Menschen verbindenen Atmosphäre des Turniers. "Einmal hat einer auf Krücken mitgespielt, weil er nur ein Bein hatte - der Mann war ein super Fußballer." So gilt Beckenbauers Motto für den 19. und 20. Juni: "Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."


Bericht im Gästebuch www.iift.de : 20.04.2010
 

Hallo liebe Tannenhofleitung samt Team und liebe ehrenamtliche Organisatoren und Helfer,

euer Ulmer Fußballturnier ist hier in Nürnberg mittlerweile zu einer Vorzeigeveranstaltung für Integration geworden. Das Konzept ist schlüssig und gerade für unseren behinderten Teilnehmer auch finanzierbar. Dabei war das Flair, die Gemeinsamkeit und die gute Stimmung das tragende Moment. Gerade vielen unbedarften nichtbehinderten Fußballern hat es zu einstellungsverändernden Erlebnissen verholfen. Unseren Teilnehmern und auch den behinderten Gastgebern vom Tannenhof hat es offensichtlich sehr viel Spaß geamacht und es haben sich freundschaftliche Beziehung, sicher nicht nur bis nach Nürnberg entwickelt. Umso unbegreiflicher ist es für uns, dass eine integrative Veranstaltung mit so großer positiver Resonanz und Tragweite plötzlich gestrichen werden soll. Das Wiblinger Turnier hat, was integrative Idee und inklusiven Ansatz betrifft sicher eine Vorreiterrolle inne. Aber auch Zuverlässigkeit, Programmangebot und Qualität des Turnierablaufes war herzlich und gleichzeitig bestechend in ihrer Proffessionalität. Seit Jahren freut sich eine ganze, in jeglicher Hinsicht gemischte Manschaft auf ihr Highlight, die es sonst so nicht gäbe. Gerade nach dem letzten Turnier ist die Anmeldezahl wieder nach oben geschnellt und es wird eifrig trainiert, wohlgemerkt integrativ, wie das Turnier selbst. Die Enttäuschung über den Ausfall wird sehr groß sein und ich kann nur hoffen, dass es nur einmalig war, oder vielleicht doch noch stattfindet. Unsere iift-Fussballer würden sich sehr freuen und gerne wieder nach Ulm in den Tannenhof reisen.

Mit sportlichen Grüßen,
Reinhold Stubenrauch

Einrichtungsleiter und Geschäftsführer der Begegnungstätte für behinderte und nichtbehinderte Menschen der Lebenshilfe und der Stadt Nürnberg
 


Neu-Ulmer Zeitung
Erscheinungsdatum: 20.06.2009

17. Internationales Integratives Fußballturnier

Am Tannenhof in Wiblingen dreht sich am Samstag, 20. Juni, und Sonntag, 21. Juni, wieder alles um das Runde, das ins Eckige muss. Zur 17. Auflage des Internationalen Integrativen Fußballturniers (IIFT) haben sich 21 Mannschaften aus ganz Süddeutschland angemeldet. Das Turnier wird in zwei Kategorien ausgetragen, die den Grad des Handicaps der beteiligten Kicker berücksichtigen.


Südwest Presse
Erscheinungsdatum: 27.06.2007


Südwest Presse
Erscheinungsdatum: 18.06.2007

INTEGRATION
Ein besonderes Fußballturnier

Bereits zum 15. Mal findet am kommenden Wochenende vom 22. bis 24. Juni am Tannenhof in Wiblingen das Internationale Integrative Fußballturnier statt. Waren es am Anfang sieben Mannschaften, die dabei waren, sind es inzwischen bis zu 30 Teams aus Deutschland, Italien, Österreich oder der Schweiz, die in gemischten Mannschaften, bestehend aus Behinderten und ihren Betreuern, gegeneinander antreten. Da spielen dann zum Beispiel die Rollmöbse Kempten gegen die Rasenteufel. Los gehts am Samstag und Sonntag jeweils um 9.30 Uhr. Doch auch für Abendunterhaltung ist gesorgt. Am morgigen Freitag soll zu "Mikes Discofever" von 19 Uhr an getanzt und gerollt werden können, und am Samstag gibt es ebenfalls von 19 Uhr an Livemusik der härteren Gangart von der Rockband "Wirtnix" zu hören.
 


Schwäbische Zeitung/Laupheim
Erscheinungsdatum: 20.06.2007

 


Südwest Presse
Erscheinungsdatum: 30.06.06

TANNENHOF / Integratives Turnier mit 29 Mannschaften

Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam am Ball

Im Moment dreht sich alles um Fußball - auch im Tannenhof in Wiblingen. Zum 14. Mal richtete die Ulmer Einrichtung für geistig und mehrfach behinderte Menschen ihr integratives Fußballturnier aus. Dabei handelt es sich um kein gewöhnliches Fußballturnier. Die Besonderheit liegt darin, dass Menschen mit und ohne Behinderung zusammen in einem Team spielen. 29 Meldungen gingen ein. Einige Mannschaften machten sich für den Wettkampf extra aus Thüringen und der Pfalz auf den Weg. Sieger der Veranstaltung wurden die Sportfreunde München-Sendling, die im Finale die Sunset Devils aus dem thüringischen Altengesees mit 1:0 besiegten. Nach dem Turnier wurde erstmals der Walter-Vollweiler-Pokal verliehen. Sozialbürgermeisterin Sabine Mayer-Dölle überreichte ihn, zusammen mit Katja Adler, der Präsidentin des SSV Ulm 1846, als besondere Auszeichnung an das Team Christopherushof 09, ebenfalls aus Altengesees. "Mit diesem Pokal sollen die besondere Umsetzung des Integrationsgedankens, der Einsatz der ehrenamtlichen Unterstützer und das sportlich faire Verhalten dieser Mannschaft ausgezeichnet werden", sagte Peter Trefzger vom Tannenhof Ulm, stellvertretend für die Jury.


Südwest Presse
Erscheinungsdatum: 20.06.06


Neu-Ulmer Zeitung
Erscheinungsdatum: 19.06.2006


Südwest Presse
Erscheinungsdatum: 
Freitag, 18.06.2004

 


Südwest Presse
Erscheinungsdatum: Mittwoch 02.07.2003

INTEGRATION
Fussball wird zum Bindeglied

NIC

40 Helfer, 26 Mannschaften, 122 Spiele, 300 behinderte und nichtbehinderte, weibliche und männliche, junge und alte Teilnehmer: das internationale integrative Fussballturnier in Zahlen. Zum elften Mal veranstaltete der Tannenhof Ulm in Wiblingen am Wochenende das Turnier, für das Teams aus Pirmasens, Nürnberg oder Kempten anreisten. In der stärkeren Kategorie "Allstars" ließ der SF München Sendling die Konkurrenz hinter sich. Auf Platz 1 in der Kategorie "Bravehearts" landeten die Bunis Nürnberg. Die Rollmöbse Kempten, die im Rollstuhl spielen, sicherten sich Platz 7. Schlusslicht ist das Gastgeberteam FC Tannenhof auf Platz 16. "Macht nichts", kommentierte Mitorganisator Klaus Schneele. "Sport ist Bindeglied zwischen Behinderten und Nichtbehinderten. Nicht der Sieg, das Spektakel zählt."


Schwäbische Zeitung
Erscheinungsdatum: Dienstag, 01.7.2003


Schwäbische Zeitung
Erscheinungsdatum: Dienstag, 11.06.2002


Neu-Ulmer Zeitung
Erscheinungsdatum: Samstag 11.05.2002


Südwest Presse
Erscheinungsdatum: Dienstag 07.05.2002

WIBLINGEN / Integratives Fußballturnier im Tannenhof

Spaß am Kicken


Mit einem großen Turnier feiern behinderte und nichtbehinderte Kicker vom 7. bis 9. Juni im Wiblinger Tannenhof ein großes Fußballfest. 30 Mannschaften treten an.

CHRISTOPH MAYER

Während in Japan und Südkorea zur gleichen Zeit verbissen um die Fußballweltmeisterschaft gekämpft wird, stehen im Wiblinger Tannenhof die Freude am Spiel und der integrative Gedanke des Sports im Vordergrund. Vom 7. bis zum 9. Juni geht auf den Rasenplätzen des LWV-Heims das 10. Internationale Integrative Fußballturnier (IIFT) über die Bühne. 30 Mannschaften - so viele wie nie zuvor - treten an.
 
"Das Turnier ist eine Chance zur Annäherung von behinderten und nichtbehinderten Menschen, wie sie unter den Turnierteilnehmern schon lange selbstverständlich ist", sagt Carola Langlotz-Brunner, fachliche Leiterin des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV). "Ich erhoffe mir für das Jubiläumsturnier eine große Öffentlichkeit."
 
Wie in jedem Jahr beginnt das Fußballfest am Freitagabend mit einer Hockete, Live-Musik und einem Discoabend. Im Turnier spielen von Samstagvormittag an die Teams in zwei Leistungskategorien. Die Endspiele steigen dann am Sonntagnachmittag.
 
Finanziert wird das Turnier, das etwa 7000 Euro kostet, von Sponsoren und durch Spenden. Erwartet werden fast 400 behinderte und nichtbehinderte Sportler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Teams kämpfen um insgesamt zwölf Pokale. Der Eintritt ist frei.


Schwäbische Zeitung 26.06.2001

22 Teams beim Integrativen Fußball-Turnier

Trotzdem das neunte internationale Integrative Fußballturnier für Behinderte und Nichtbehinderte in diesem Jahr nur an einem Tag, statt bislang an zwei Tagen, stattfand, traf sich die stolze Zahl von 22 Mannschaften auf der Bezirkssportanlage in Ulm-Wiblingen. Das Turnier wurde deshalb gestrafft, weil die Behinderten, welche zu dem Turnier anreisten, nicht wie gewohnt im Tannenhof-Heim untergebracht werden konnten. Peter Trefzger, hier am Schuss, Organisator des Turniers: „Ich hatte nur mit zwölf Mannschaften gerechnet, dass es 22 wurden ist Wahnsinn. Vor allem wenn man bedenkt, dass Teams dabei waren, die eine ziemlich lange Anreise hatten." Gewonnen hat in diesem Jahr übrigens der FC Urwald Staig, der sich im Finale gegen Torpedo Officio Ulm (Sozial- und Jugendamt) durchsetzte. Auf den dritten Platz kam der FC Möwe aus Österreich. Vierter wurde Titelverteidiger FC München-Sendling.


Schwäbische Zeitung 24.06.2000

Ein Turnier mit Behinderten und Beamten

ULM - Das Turnier hat Tradition, das schöne Wetter auch. Der Veranstaltungsort nicht. Das neunte Internationale integrative Fußball Turnier fand erstmals auf der Bezirkssport-Anlage in Wiblingen statt.

Von unserem Mitarbeiter
Christian A. Koutecky

Normalerweise ist der Sportplatz des Behindertenheims Tannenhof Schauplatz eines Turniers, indem Behinderte mit Nicht--Behinderten kicken. Aber der Tannenplatz-Rasen war nicht bespielbar. Für das Organisations-Team eine zusätzliche Herausforderung sowohl auf dem Tannenhof, als auch auf der Bezirkssport-Anlage musste die Verpflegung sicher gestellt werden. Außerdem musste der Transport der behinderten Sportler zwischen beiden Orten organisiert werden.
Eine Herausforderung, die unter der Leitung von Peter Trefzger und Richard Windirsch unter großem Stress, aber souverän bewältigt wurde. So konnten sich die Teilnehmer der 24 Mannschaften voll auf ihre Leidenschaft konzentrieren: Fußball.
Wobei es nicht alleine um den sportlichen Erfolg ging - wichtig war das Miteinander von Behinderten und Nicht-Behinderten, von Frauen und Männern, von Beamten und Nicht-Beamten. So fand auch wieder eine Mannschaft des Sozial- und Jugendamts ihren Platz auf dem Sportplatz.
Aber im Gegensatz zu den vergangenen beiden Jahren konnten sich die Bediensteten der Stadt Ulm nicht ganz vorne platzieren. "Weil die Sessel im Amt immer bequemer werden', wie Trefzger durch die Lautsprecher der Sportanlage analysierte und damit für die Belustigung der Teilnehmer sorgte.
Dieses Jahr kickten die Sport Freunde aus Sendling am erfolgreichsten. Auf Platz zwei kamen die Brügg'nbauer aus Nürnberg, die den FC Möwe aus Dornbirn/Österreich auf den dritten Rang verwiesen. Das erfolgreichste Team aus Ulm war die Mannschaft Cafe Regenbogen oFamK (ohne Freunde aber mit Kindern) als Vierter. Aus der Regenbogen oFamK-Mannschaft ragte die achtjährige Johanna Nüsseler heraus, die immer wieder durch den gegnerischen Strafraum wirbelte - aber leider ohne Torerfolg blieb.
Einen Kontrast der besonderen Art konnte man bewundern, als auf der Bezirkssport-Anlage parallel das integrative Turnier und das A-Jugend DFB-Pokal-Spiel zwischen dem SSV Ulm 46 und dem Karlsruher SC ausgetragen wurden. Auf der einen Seite Amateure, wie sie reiner nicht sein könnten - auf der anderen Sportler, die sich in der Hoffnung auf einen Vertrag bei einem Profi-Verein ins Zeug legten. Aber eines steht fest: Es war beides Mal Fußball.


Schwäbische Zeitung  23.06.1999

Feiern und kicken machte "hundemüde und sehr zufrieden"

Ulm - Auf dem Sportgelände des Wiblinger Tannenhofes fand am Wochenende das siebte Internationale Integrative Fußballturnier (IIFT) statt. Sieger wurde das Team des Sozial-und Jugendamtes Ulm vor dem Ulmer Club für körperbehinderte und ihre freunde (Club).

Von unserem Mitarbeiter Christian A. Koutecky

Die siebte Auflage des IIFT warf für die Organisatoren Peter Trefzger und Richard Windirsch eine Herausforderung: Neben der Organisation des Turniers mußten 330 behinderte und nicht behinderte Teilnehmer verpflegt, unterhalten und in Zelten untergebracht werden. Trefzger, und Windirsch mußten auf viele freiwillige Helfer verzichten, weil der bisher mitvera-nstaltende Club sich nicht mehr an der Organisation beteiligte.
Dabei sind die ehrenamtlichen Helfer für das Turnier von großer Bedeutung, Trefzger: "Die Hilfe durch den Tannenhof war wesentlich für das Gelingen. Die Küche hat 220 Leute versorgt, die hier übernachtet haben. Das war toll. ich möchte mich noch einmal bei allen bedanken, die uns unterstützt haben, ob finanziell, durch ihre Mitarbeit oder durch die Teilnahme am Turnier." Am Ende des IIFT waren Windirsch und Trefzger "hundemüde und sehr zufrieden."
Für die meisten Spieler galt das olympische Ideal "dabei sein ist alles." Trefzger: "Der integrative Charakter steht zwar im Vordergrund. Viele machen wegen des Unterhaltungsangebots mit. Man darf aber nicht glauben, daß der Sport unwichtig ist."
Freitag war Anreisetag. Mannschaften aus Deutschland und Österreich hatten gemeldet. Namen wie FC Urwald, Allemania Plattfuß 98 oder Puma-Ladies gaben einen ersten Fingerzeig auf das, was im Vordergrund stand: Gaudi. Abends war "Disco-Fever mit Michael" angesagt. Liedermacher Reinhold Stubenrauch aus Nürnberg trat auf. Die Stimmung: klasse.
Der Abend ging zu Ende. Die Stimmung war immer noch klasse. Was sollte noch schiefgehen?
Am Samstag, 9 Uhr, begann das Turnier. Häufig war der sportliche Unterschied zwischen den Kontrahenten extrem. Die überlegenen Teams ließen es, nachdem der Sieg sichergestellt war ruhig angehen. Man wollte Spaß haben, der Gegner sollte nicht gedemütigt werden. Trefzger: "Wenn das Sozial- und Jugendamt und der Club durchgezogen hätten, wären einige Spiele viel zu hoch ausgegangen." Einzige Ausnahme: die SF Sendling aus München, gegen die wegen ihrer rüden Spielweise ein offizieller Protest eingelegt wurde.
Nach Beendigung der Vor- und Zwischenrunde war wieder Unterhaltung angesagt. Die einen hörten sich ein Konzert der Blues-Band "Caro", andere machten Ulm unsicher und wiederum andere saßen in einer Ecke und spielten Karten.
Am Sonntag morgen blickten viele Teilnehmer durch ihre schwarzen Augenringe hindurch auf das Spielfeld und den schwarzweißen Ball. Die Plazierungsspiele standen an. Schließlich kam es zum Finale zwischen dem Sozial- und Jugendamt und dem Club. Der öffentliche Dienst behielt mit 6:3 die Oberhand und holte sich verdient den Turniersieg. Der dritte Platz ging an die OBA Angels aus München.


Schwäbische Zeitung 23.06.1998

beim IIFT 1998

Der Spaß am Spiel stand für alle an erster Stelle

WIBLINGEN -"Rudi, Rudi", feuern sie vom Spielfeldrand aus an. An anderer Stelle schwappt die "La-ola"Welle zwar nur knapp sechs Meter weit, aber immerhin. Beim integrativen Fußballturnier in Wiblingen stand der Spaß an erster Stelle.

Von unserem Redakteur
Walter Fritsche

24 Mannschaften aus dem ganzen süddeutschen Raum waren im Tannenhof in Wiblingen dabei. "Wir könnten locker 40 Mannschaften haben", meint Richard Windirsch vom "Club Körperbehinderte und ihre Freunde", .die zusammen mit dem Tannenhof bereits zum sechsten Mal zu diesem Turnier eingeladen hatten, Werdas Geschehen verfolgt hat, bekam das Ziel der Veranstaltung, nämlich die Begegnung von behinderten und nichtbehinderten Menschen zu fördern, hautnah vor Augen geführt.
Nicht nur das runde Leder rollte. Auch rund um die zwei Kleinfelder war einiges los. Ob Disco am Freitagabend, oder Live-Musik mit "Shokee & Sands" am Samstag, alle hatten ihren Spaß. Auch auf die Fußball-WM brauchte nicht verzichtet zu werden, die Spiele gab es auf Großleinwand. Und auch das Übernachten war dank des herrlichen Wetters in der imposanten Zeltstadt kein Problem.
"Männlein, Weiblein, Behinderte und Nichtbehinderte spielen hier mit", erklärt Richard Windirsch, "alle, die Spaß am Fußball haben ohne ansehen der Person". Die Schiedsrichtergruppe Ulm/Neu-Ulm stellte die Unparteiischen, die zwar ihre Gelben und Roten Karten "aus Gewohnheit" dabeihatten, sie aber hübsch stecken ließen. "Die brauchen wir hier nicht", meinte Schiri Wilfried Füllert.
Den Turniersieg errungen hat das Sozial- und Jugendamt Ulm mit einem 4:1 im Finale gegen den SC Urwald, eine Schülergruppe aus Staig. Dritter wurde die AWG Heggbach, die das "Kleine Finale" gegen die WfB Jungingen 3:0 für sich entschied.
Letztlich war die Entscheidung über Sieg und Niederlage nicht vorrangig. Peter Trefzger, Sozialarbeiter am Tannenhof und nebenher Trainer des Bezirksliga-Absteigers ESC Ulm, weiß, wie unheimlich wichtig solche Veranstaltungen für die Behinderten sind, wie die sich freuen können über Tore, über das Spiel, über den Spaß. "Die Freude dieser Menschen zu sehen", meint Trefzger gibt mir mehr als alles andere auf dieser Welt". Das nächste Turnier ist in Planung
.


Schwäbische Zeitung 10.06.1997

Ulms OB Gönner beim Angriff

Tannenhof - Kick mit 20 Mannschaften

Die Idee ist nicht taufrisch: Zum fünften Male bereits trafen sich am Wochenende auf dem Sportgelände des Behindertenheims Tannenhof in Wiblingen annähernd 300 behinderte und nichtbehinderte Sportler, um bei einem integrativen Fußballturnier in 20 Mannschaften gegeneinander anzutreten. Seine Kick-Stiefel schnürte auch OB ivo Gönner, der vor allem Qualitäten in der Deckung offenbarte.


Südwestpresse Ulm 19.06.1995

Tore zählen dreifach

Behinderte und Nicht-Behinderte in einer Mannschaft

von unserem Redaktionsmitgiled Helmut Schneider

"Da geht es richtig zur Sache, rauf und runter wie bei einem normalen Fußballspiel", beschreibt Klaus Schneele das Gerümpelturnier der besonderen Art, das jetzt schon zum dritten Mal in Wiblingen stattfand.- Beim "Integrativen Fußball-Turnier" spielen Behinderte und Nicht-Behinderte zusammen in einer Mannschaft. Die Begeisterung und der Einsatz waren groß. Gewonnen hat ein Münchner Team, die Titelverteidiger vom Club Körperbehinderter aus Ulm landeten dieses Mal nicht unter den ersten drei.

17 Mannschaften aus ganz Süddeutschland waren wieder nach Wiblingen gekommen. Wegen des schlechten Wetters fand der sportliche Teil der Veranstaltung in der Halle am Tannenplatz statt. Dort ermittelten die schätzungsweise 150 Kicker am Samstag die Siegermannschaft. Während in den beiden Jahren zuvor die Nicht-Behinderten unter den fünf Feldspielern meist in der Minderheit waren, stellten sie jetzt in der Regel die Mehrzahl in der Mannschaft - Zeichen dafür, daß die Wiblinger Veranstaltung sich wachsender Beliebtheit bei den Behinderten erfreut.
Eine Besonderheit wies das Reglement auf: Das Tor eines Gehbehinderten wurde gleich dreifach gewertet. Ein solcher Treffer war in der zwölIfminütigen Spielzeit kaum mehr aufzuholen. Auch nicht gegen eine Mannschaft, in deren Tor - wie gehabt - ein Rollstuhlfahrer stand , will sagen: saß. Mitorganisator Scheele über den integrativen Kick:
"Sie sollten sehen, mit welcher Begeisterung die Spieler hier zugange sind."
Außer den Betreuern und Angehörigen der Behinderten wurden allerdings nur ganz wenige Wiblinger Zeuge dieser sportlichen Anstrengungen. Daß die Einheimischen so gar keine Notiz von Ereignis nehmen wollten, war Schneele der einzige Minuspunkt an dieser Veranstaltung, bei welchem eine Handvoll Ulmer Mannschaften mit am Start war.
Behinderte und Nicht-Behinderte kamen sich aber auch außerhalb des Spielfeldes näher. Am Freitag abend stieg im Tannenhof eine Fete, bei welcher der Ulmer Liedermacher Walter Spira auftrat. Und nach der Siegerehrung am Samstagabend sorgten die "Crazy Girls" aus Regglisweiler bei der Disco für eine Super-Stimmung. Bei soviel Begeisterung ist klar: Das "Integrative Fußball-Turnier" auf dem Tannenhof soll auch in den nächsten Jahren stattfinden.

 

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